Meran und Umgebung

Eine Symbiose von Stadt und Bergen

Das Meraner Becken liegt am Fuße des Naturparks Texelgruppe, des größten Naturparks von Südtirol. Während die Stadt Meran inmitten des Meraner Beckens auf einer Höhe von „nur“ 300 Metern über dem Meeresspiegel liegt, bieten die umliegenden Berge mit einer Höhe von mehr als 3.000 Metern einen perfekten Schutz gegen die kalte Luft von Norden. Dadurch weist Meran neben einer alpin-mediterranen Vegetation auch ein mildes Klima aus, für das die Stadt im Westen Südtirols weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist.

Ein prägnantes Merkmal der Stadt Meran ist der Kontrast aus dem mediterranen Klima und der umliegenden Bergwelt, welche die Dreitausender in der Umgebung bilden. Die mediterrane Kleinstadt und die naheliegende hochalpine Berglandschaft sind der Grund dafür, dass hier zu jeder Jahreszeit ein breites Freizeitangebot besteht.

Gärten und Natur

Wer die Kurstadt Meran einmal besucht, wird einerseits die Kontraste zwischen Natur und alpiner Landschaft schnell feststellen. Aber auch die besondere Symbiose, welche die Stadt Meran mit den umliegenden Bergen eingeht, bleibt keinem aufmerksamen Besucher verborgen. Da gibt es einerseits in der Kurstadt zahlreiche Pflanzen, deren Vielfalt nur aus südlicheren Regionen bekannt ist. Palmen, Kakteen und Zitronenbäume stehen beispielsweise am Rand der zahlreichen Promenaden, während das Panorama von den schneebedeckten Gipfeln der Dreitausender gebildet wird.

Die zahlreichen Gärten und die Vielfalt der Pflanzen haben auch dafür gesorgt, dass die Kurstadt um Südtiroler Vinschgau im Jahr 2015 den Gold Award der Entente Florale gewonnen hat. Der Gold Award verfolgt das Ziel, dass Städte grüner und lebenswerter gemacht werden. Und wer einmal durch die Kurstadt Meran flaniert ist, wird ohne Einschränkungen bestätigen können, dass Meran nicht nur für die Einheimischen ein ideales Zuhause bietet, sondern auch für Besucher einen hohen Erholungswert hat.

Die Garten- und Pflanzenvielfalt wird vor allem in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff vor den Toren Merans sichtbar. Hier residierte Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn. Die Kaiserin – als Sisi bekannt – hatte das Schloss als ihre Winterresidenz erklärt. Heute bilden die Gärten am Fuße des Schlosses eine Gartenanlage, welche zu den schönsten der Welt gehört. Auch die Gärten von Schloss Trauttmansdorff können eine hohe Auszeichnung vorweisen. Die Gartenanlage erhielt im Jahr 2013 die Auszeichnung „Internationaler Garten des Jahres“.

In den Gärten von Schloss Trauttmansdorf wachsen Pflanzen aus aller Welt. Auf einer Fläche von etwa zwölf Hektar können hier Pflanzen bestaunt werden, welche in diesen Regionen ansonsten keine Überlebenschance hätten, würde die Meraner Umgebung nicht so geschützt in die Bergwelt eingebettet sein. Von Olivenbäumen über Kakteen, Palmen und Rosen bis hin zu Königslilien zeigt sich hier eine Pflanzenvielfalt, die einmalig ist in Südtirol.

Spazierwege

Die Promenaden in Meran laden zu ausgiebigen Spaziergängen ein. Die meist flach verlaufenden Promenaden haben eine Länge von mehr als zwölf Kilometern und verlaufen durch die Flora der Kurstadt Meran. Entlang der Passer, dem durch Meran fließenden Fluss, führen die Sommer- und Winterpromenaden, wobei der bekannteste Wegabschnitt der ist, welcher am Kurhaus vorbeiführt.

Wer die mediterrane Vegetation der Kurstadt Meran und des Meraner Beckens besonders erkunden möchte, dem wird der Tappeinerweg empfohlen. Der Weg wurde nach dem Arzt und Botaniker Franz Tappeiner benannt, der den Weg schon im Jahr 1893 für die Patienten der Kurstadt anlegen ließ. Auf dem Tappeinerweg mit seiner Länge von etwa sechs Kilometern kann man eine einmalige Aussicht auf Meran, die Berge und die umliegenden Dörfer genießen. Der Tappeinerweg führt direkt vom Zentrum von Meran in Richtung Dorf Tirol und von hier weiter nach Algund.

Ein weiterer Wanderweg, der im Meraner Land bekannt ist, ist der Algunder Waalweg. Dort wo der Tappeinerweg sein Ende hat, beginnt der Algunder Waalweg. Insgesamt gibt es im Meraner Land elf Waalwege. Bei Waalen handelt es sich um künstliche Bewässerungssysteme, welche bereits im 13. Jahrhundert zur Bewässerung der trockenen Felder angelegt wurden. Die an den Waalen verlaufenden Wander- bzw. Spazierwege nennt man Waalwege. Die Waalwege bieten stets eine gute Sicht ins Tal und die Umgebung, sind jedoch leicht zu gehen, da diese meist nicht sehr hoch liegen.

Wandern im Meraner Land

Das bereits erwähnte milde Klima von Meran und Umgebung lässt die Wandersaison in dieser Region bereits im Frühjahr beginnen und erstreckt sich bis in den Spätherbst hinein. Die Wandergebiete sind von Meran aus gut zu erreichen. Entweder kann man direkt vom Hotel bzw. der Pension aus starten oder erreicht die Wanderwege mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Seilbahnen und Sesselliften.

Empfehlenswert ist auch der Meraner Höhenweg. Der Meraner Höhenweg, Weg-Nr. 24, hat eine Länge von etwa 100 Kilometern und umrundet das Bergmassiv der Texelgruppe. Der Weg führt durch die Mischwälder der Texelgruppe und an idyllischen Bergseen vorbei und zählt zu den schönsten Rundwanderwegen der Alpen. Wer den Meraner Höhenweg im Rahmen einer mehrtägigen Hüttenwanderung geht, kann einmalige und traumhafte Ausblicke auf den Ortler, den höchsten Berg Südtirols, und die westlichen Dolomiten genießen. Der Meraner Höhenweg kann in fünf bis acht Tagesetappen zurückgelegt werden, wobei sich auch jede Etappe als eigene Tageswanderung bestens eignet.

Fazit

Meran und Umgebung bietet die besten Voraussetzungen für einen Stadturlaub inmitten der Bergwelt. Nicht nur die oben genannten Highlights hat die Kurstadt Meran und die Meraner Umgebung zu bieten. So sind in diesem Gebiet beispielsweise auch die Spronser Seen, die höchste alpine Seenplatte Europas, das Wandergebiet Schwemmalm, das Wandergebiet Hirzer und das ursprüngliche Ultental nur einige von vielen interessanten Ausflugszielen.

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