Burgeis bei Mals im Südtiroler Vinschgau

Burgeis liegt im Südtiroler Vinschgau und ist eine Fraktion der Marktgemeinde Mals. Von den insgesamt zirka 5.050 Einwohnern der Marktgemeinde Mals wohnen zirka 830 Einwohner in Burgeis. Damit ist Burgeis die größte Fraktion von Mals. Burgeis liegt auf einer Höhe von 1.216 Metern über dem Meeresspiegel und wird auf Italienisch „Burgusio“ genannt.

Burgeis liegt im Obervinschgau, der Hausberg ist der Watles mit einer Höhe von 2.557 Metern über dem Meeresspiegel.

Die Geschichte von Burgeis

Wie viele Orte in Südtirol blickt auch Burgeis auf eine sehr lange Geschichte zurück. Schon im Jahr 1160 findet Burgeis die erste urkundliche Erwähnung. Der Ortsname, wie man annimmt, nach einer Römerfestung benannt. Die Römerfestung hatte den Zweck, die durch Burgeis verlaufende „Via Claudia Augusta“ zu schützen.

Über die Anfänge des Ortes Burgeis geben die Aufzeichnungen des Benediktinerpaters Goswin Aufschluss, der von 1320 bis 1395 lebte. Dessen Chronik verrät beispielsweise, dass Burgeis im 12. Jahrhundert nur aus einigen verstreuten Höfen bestand. Die Höfe mussten sowohl an den Bischof von Chur und an die Klöster Marienberg und Mustair Abgaben leisten.

Sehenswertes in Burgeis

Wer sich einmal in Burgeis aufhält oder die Möglichkeit hat, Burgeis zu besuchen, der sollte sich auch die Sehenswürdigkeiten des Ortes ansehen. Zu diesen Sehenswürdigkeiten zählen unter anderem das Kloster Marienberg, das Museum Marienberg, die Fürstenburg Burgeis und die Pfarrkirche Mariä Empfängnis mit der darin beherbergten Prati-Orgel.

Kloster Marienberg

Bei einem Besuch von Burgeis sollte man sich auf jeden Fall das Kloster Marienberg besuchen. Das Kloster liegt auf einer Höhe von 1.340 Metern über dem Meeresspiegel; dabei handelt sich um das höchst gelegene Benediktinerkloster von ganz Europa. Bereits von weitem ist das Kloster Marienberg, welches in einer Mulde erbaut wurde, zu sehen. Der auffällig weiß getünchte Bau des Klosters gibt ein auffälliges Erscheinungsbild für die Besucher.

Das Kloster Marienberg wurde von den Edlen von Tarasp gegründet. Nachdem das Kloster schwere Zeiten, wie zum Beispiel Zeiten der Plünderungen, Bauernkriege oder die Pest, überleben musste, konnte das Kloster einen erneuten Aufschwung erfahren.

Sehenswert ist das Kloster vor allem aufgrund seiner eindrucksvollen Barockkirche und der romanischen Krypta, welche im Jahr 1160 geweiht wurde. Beide gehören zu den schönsten Kunstdenkmälern, die der Vinschgau zu bieten hat.

Museum Marienberg

Direkt im Kloster Marienberg ist das Museum Marienberg eingerichtet, welches auf seine Besucher wartet, um diese den Klosteralltag näher zu bringen. Unter dem Leitsatz „bete und arbeite“ bzw. „ora et labora“ werden in dem Museum neben den historischen Ereignissen die Abläufe des Alltags in einem Kloster dargestellt. Zusätzlich wird die spirituelle Deutung der romanischen Krypta-Fresken erläutert. Die Räume des Museums befinden sich im damaligen Wirtschaftstrakt des Klosters.

Fürstenburg Burgeis

Die Fürstenburg in Burgeis wurde in der Zeit von 1272 bis 1282 gebaut. Ihr gut erhaltener Zustand machen die Burg zu einem sehenswerten Gemäuer. Die Bischöfe von Chur hatte die Fürstenburg damals als Fluchtresidenz genutzt. Heute ist in der Fürstenburg Burgeis die Landwirtschaftsschule beherbergt.

Pfarrkirche Mariä Empfängnis und Prati-Orgel

Direkt im Ortszentrum von Burgeis befindet sich die Pfarrkirche Mariä Empfängnis. Beachtenswert ist die in der Pfarrkirche befindliche Orgel, die sogenannte „Prati-Orgel“. Diese Orgel wurde ursprünglich für die Stiftskirche des Klosters Marienberg gebaut. Den Namen erhielt die Orgel von ihrem Erbauer, Herrn Carlo Prati.

Im Jahr 1807 hatte Burgeis die Prati-Orgel ersteigert und in der Pfarrkirche aufgestellt.

Kirche Sankt Stefan

In der Nähe des Klosters Marienberg befindet sich eine kleine Kirche, das Kirchlein Sankt Stefan. Die Anfänge dieses Kirchleins reichen bis in das 5. Jahrhundert zurück, was mittels archäologischer Grabungen ermittelt werden konnte. Das heutige Erscheinungsbild hat die Kirche wahrscheinlich erst im 9. bzw. 10. Jahrhundert erhalten. An der Rückwand des Chores, welche jedoch teilweise durch den Altar verdeckt ist, ist die Marienkrönung, der Heilige Stefanus und der Heilige Laurentius zu sehen. Die Wandmalereien stammen aus dem Jahr 1498.

Burgeis als Urlaubsort

Burgeis ist mit seiner herrlichen Lage im Südtiroler Obervinschgau ein beliebter Urlaubsort, welcher nahezu zu jeder Jahreszeit Urlauber anlockt. Vor allem im Winter kommen die Gäste und Urlauber gerne in die Malser Fraktion, die unter anderem die Vorzüge des Wintersportgebietes Watles schätzen.

Zahlreiche Unterkünfte, welche von Pensionen bis hin zu Hotels reichen, stellen ein umfangreiches Angebot und die Grundlage für den gut funktionierenden Tourismus dar. Doch die Einwohner von Burgeis leben nicht ausschließlich vom Tourismus. So sind in Burgeis selbst drei größere Firmen angesiedelt. Dies sind ein Türenhersteller, ein Hersteller von Niedrigenergiehäusern und eine Großbäckerei.

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