Die Latscher Fraktion Goldrain

Goldrain befindet sich im Südtiroler Vinschgau und ist eine Fraktion der Marktgemeinde Latsch. Die Marktgemeinde Latsch, welche sich im mittleren Vinschgau befindet, hat insgesamt etwa 5.200 Einwohner. Ein großer Teil dieser Einwohner – etwa 950 – hat in der Fraktion Goldrain sein Zuhause.

Goldrain befindet sich, wie auch der Hauptort Latsch, im Talboden und liegt auf einer Höhe von 650 Metern über dem Meeresspiegel.

Der Name „Goldrain“ ist auf die Goldgruben zurückzuführen, welche sich unter den Ruinen des Hofes Laggar, einem Gerghof, befunden haben sollen. Leider hat man hier jedoch nicht Gold, sondern – wie man heute annimmt – nur Bleiglanz gefunden.

Die Lage und der Fremdenverkehr

Goldrain liegt direkt am Sonnenberg und bietet damit den Einwohnern und Gästen eine hervorragende, sonnige Lage. Die sonnige Lage des Ortes bringt es auch mit sich, dass in dieser Fraktion Urlauber ihr Urlaubsdomizil aufschlagen. Eine Reihe von Unterkünften stehen in diesem Ort zur Verfügung. Zudem ist Goldrain ein idealer Ausgangspunkt, um die umliegende Bergwelt über die zahlreichen Panoramawege und der vielen Möglichkeiten für Höhenwanderungen zu erkunden.

In Goldrain selbst bildet das „Platzl“ den das Dorfzentrum. Hier befindet sich eine Brücke, die über den Fluss Etsch führt. In einigen Geschäften kann man hier einkaufen, ein alteingesessener Gasthof verwöhnt die Gäste mit kulinarischen Südtiroler Köstlichkeiten.

Das Dorfbild von Goldrain wird allerdings durch das gleichnamige Schloss geprägt. Das Schloss Goldrain hatte über lange Zeit hinweg den Grafen von Hendl als Wohnsitz gedient. Die Anfänge des Schlosses reichen bis in das 12. Jahrhundert zurück. Das Schloss Goldrain wurde allerdings im Laufe der Jahrhunderte mehrmals umgebaut, so dass das Aussehen des Schloss mehrmals wesentlich geändert wurde. Heute dient das Schloss Goldrain für das gesamte Tal als Bildungs- und Kulturzentrum.

Sehenswürdigkeiten von Goldrain

Neben dem Schloss Goldrain hat der Ort noch weitere historische Gebäude bzw. Sehenswürdigkeiten zu bieten, die ein Besucher von Goldrain auf jeden Fall ansehen sollte.

Gerichtsgebäude Schanzen

In Goldrain befindet sich das Gerichtsgebäude Schanzen. Dieses Gebäude gehörte einst den Bischöfen von Chur, die damals auch den Richter einsetzten. Neben dem Gerichtsgebäude befindet sich eine Wiese. Damals wurden Schwerstverbrecher auf dieser Wiese aufgehängt. Noch heute wird die Wiese von den Einheimischen Galgenwiese bezeichnet.

Kirche St. Luzius

Die Hauptkirche von Goldrain ist die Kirche St. Luzius. Der Kirchturm der St. Luzius-Kirche ist fester Bestandteil des Dorfbildes, wie dies für ein Tiroler Dorf obligatorisch ist.

Die Annekapelle, welche im spätgotischen Stil erbaut wurde, ist eine weitere Kapelle, die Goldrain vorweisen kann.

Der Landsprachmarkt

Jedes Jahr findet am 17. März in Goldrain der Landsprachmarkt statt. Dieser Markt blickt auf eine lange Geschichte zurück.

Die Gerichtsobrigkeit und die Geschworenen hatten sich damals – vom 13. bis zum 16. Jahrhundert – getroffen, um sämtliche Hochgerichtsfälle zu verhandeln und, wenn nötig, auch zu vollstrecken. An diesem Tag wurden alle freien Leute verpflichtet, zu kommen. Alle, die zu diesem bedeutenden Termin nicht kamen, hatten eine Strafe zu zahlen.

Da zu jener Zeit die Leute weder lesen noch schreiben konnten, verlas der Richter die Gesetze. Insbesondere wurden die neuen Gesetze, die die Jagd, die Wälder, das Gewässer und die Weide betroffen hatten, verlesen. Ebenso wurden am 17. März die Maße und Gewichte beschlossen.

Nachdem im 16. Jahrhundert die Verhandlungen nach Schlanders verlegt wurden, wurde am 17. März weiterhin der Viehmarkt und der Krämermarkt veranstaltet. Heute ist der Landsprachmarkt ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender von Goldrain und erfeut sich äußerst großer Beliebtheit.

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